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Bericht im Detail







ÖGB Kärnten/ZSSS Slowenien: Grenzüberschreitende Gedenkkultur

Exkursion des Landesbildungsausschusses des ÖGB Kärnten


21. April 2005

Am 21. April 2005 fand im Rahmen des EU-Projektes "Gemeinsam erweitern/Skupno Razširiti", eine Zusammenarbeit  zwischen dem ÖGB Kärnten und dem Verband Freier Gewerkschaften Sloweniens/Zveza Svobodnih Sindikatov Slovenije(ZSSS),
eine Exkursion des Landesbildungsausschusses des ÖGB Kärnten mit 16 Teilnehmer/-innen statt.
Am Programm stand eine Fahrt zu den Gedenkstätten am Loibl, wo auf der
Nordseite (Österreich) und Südseite (Slowenien) an die Greuel der Naziherrschaft erinnert wird. Am Loibl wurde von den Nazis ein Nebenlager von Mauthausen, eines von 49 Außenstellen eingerichtet. Es bedurfte einer langen und mühsamen
Spurensuche, bis ein Projektteam der Universität Klagenfurt vor 10 Jahren eindeutige Beweise für das Bestehen eines Lagers auch auf österreichischer Seite feststellen konnte.

Die große Zahl der Außenlager und die bis 1945 gewaltig anwachsende Häftlingszahl der Außenkommandos stehen in einem krassen Widerspruch zum Wissen der Bevölkerung über diese KZs in den verschiedenen Regionen. Die Wissens- und Erinnerungslücken sind mit der gängigen Entschuldigung "Wir haben nichts gewusst" oder "Wir haben nichts gesehen" kaum zu erklären. Massenansammlungen von über 1.000 Männern bei der Arbeit, wie z.B. im Loibl-KZ auf der Nord- und Südseite, können der lokalen Bevölkerung kaum entgangen sein, noch dazu, wo Teile eben dieser Bevölkerung beim Transport-, Versorgungs- und Bewachungssystem öfters aus- und mithelfen mussten.

Seit den 50iger Jahren wird auf slowenischer Seite jährlich im Rahmen einer Gedenkveranstaltung der vielen Opfer gedacht, auch auf österreichischer Seite wird nach der wissenschaftlichen Aufarbeitung seit 1996 jährlich im Juni ein Gedenken durchgeführt.

Der Landesbildungsausschuss besichtigte anschließend in Begunje das zu einem Museum eingerichtete ehemalige "Gestapogefängnis".
Darüber hinaus fand im ZSSS-Bildungszentrum Radovljica mit der Vertreterin der ZSSS-Region Gorenjska, Romana Oman, eine Aussprache statt, in deren Rahmen gemeinsam festgehalten wurde, dass das Gedenken an die Opfer des Nazi-Terrors in einer zeitgeschichtlich aufgeklärten Form ständig zu pflegen ist.
Ferner sind Strategien zu entwickeln, wie man dem Neonazismus und Rechtsextremismus wirksam entgegentreten kann.
Die Exkursion wurde vom Vorsitzenden des ÖGB-Landesbildungsausschusses,
Prof. Vinzenz Jobst, geleitet, an der auch der ÖGB-Landesvorsitzende Adam Unterrieder und der ÖGB-Landessekretär Dietmar Samnitz teilnahmen.


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