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Bericht im Detail



ÖGB Steiermark/ZSSS Slowenien: Treffen der bilateralen Aktivgruppe in Graz

Am 25. April tauschten sich die KollegInnen über das erste "EU-Jahr" Sloweniens aus


Graz, Otto-Möbes-Akademie, 10.00 bis 15.30 Uhr

Die zwölf TeilnehmerInnen aus Slowenien und der Steiermark haben sich vor einem Jahr erstmalig in Graz getroffen und diskutieren heute ihre Erfahrungen und Erkenntnisse ein Jahr nach dem EU-Beitritt Sloweniens.

Nach der Eröffnung des Treffens und Begrüßung der Teilnehmer durch Sprecher beider Seiten erläutert Gerhard Winkler als Moderator der Tagung den Zweck der Impulsreferate von Dr.Franz Heschl und Dr.Bernd Gassler. Der Arbeiterkammer-Wirtzschaftsfachmann Heschl referiert die wesentlichen Wirtschaftsdaten im Vergleich Steiermark/Slowenien (siehe Anhang)  und geht auf Fragen der TagungsteilnehmerInnen ein. Ein Gewinner der Erweiterung ist mit Sicherheit der Tourismus:  Waren 1993 15.600 Slowenen als Touristen und  - das vor allem im Winter  - in Österreich, so hat diese Zahl 2004 auf 22.268 zugenommen. Neben der negativen Handelsbilanz beider Länder gibt es jedenfalls eine positive Dienstleistungsbilanz. Die Exporte haben ebenso wie die Importe zugenommen. Die wirtschaftliche Integration in den EU-Markt ist  geglückt. Die Umbrüche in der Wirtschaft Österreichs nach dem EU-Beitritt 1995 zeigen sich jetzt auch in Slowenien. Nicht gestiegen sind, allen Gerüchten zum Trotz, die Preise oder die Inflationsrate.

Dušan Detiček als Vertreter der ZSSS geht auf die zwischenzeitlich erkennbaren Veränderungen in der Wirtschaft Sloweniens ein und sieht nach dem jüngsten Regierungswechsel in Slowenien mit Ruck nach rechts zunehmend neoliberale Tendenzen. Die jetzige Regierung plant die Einführung des Euro so rasch wie möglich und ordnet diesem Ziel ihre politischen Vorhaben unter. Neben der Textilindustrie sinkt vor allem in der Nahrungsmittelindustrie die Beschäftigung. Die Privatisierung staatlichen Eigentums schreitet voran.
 
Nachhaltiges Standortmanagement durch verstärkte Kooperation von Raum- und Verkehrsplanung steht im Zentrum der Ausführungen von Dr.Bernd Gassler. Sieben thematisch ausgerichtete Koordinationsstellen - von Wirtschaft,
Technologie bis Erneuerbare Energie - stehen für die Entwicklung der Gesamtregion grenzüberschreitend zur Verfügung. Als mögliche Kooperationsfelder mit Finanzierungshilfe der EU werden von den Tatgungsteilnehmern die Sicherheit am Arbeitsplatz, berufliche Qualifizierungs-maßnahmen oder Umweltschutz diskutiert.

Die kollegiale Zusammenarbeit und die positive Entwicklung der bilateralen Beziehungen auf Gewerkschaftsebene zwischen ZSSS und ÖGB werden am Ende der Tagung gewürdigt. ÖGB-Bezirkssekretär Peter Haas beendet die Tagung mit dem Dank an alle TeilnehmerInnen für die Diskussionsbeiträge und den Erfahrungsaustausch und wünscht den slowenischen Teilnehmern eine gute Rückfahrt.


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